Kommentar

Leider kein Thema

08/2018 - von Gudrun Zimmerl


Gudrun Zimmerl
ICEP

Verantwortliches Handeln von Unternehmen (CSR) beruht auf Freiwilligkeit – nicht zuletzt weil unternehmerische Verantwortung wertschöpfend und innovativ gedacht werden sollte und damit sinnhafterweise nicht verordnet werden kann. Gleichzeitig gehen Fürsprecher von CSR davon aus, dass unternehmensspezifische Ansätze oftmals differenzierter und damit effektiver als gesetzliche Regelungen sind – und diese daher in manchen Bereichen ersetzen können. Der Logik folgend, sollte CSR auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Work-Life-Balance eine wirkungsvolle und handfeste Selbstverpflichtung sein.

So gesehen verwundert es, dass in der Diskussion um flexible Arbeitszeiten rund um den 12-Stunden-Tag CSR überhaupt kein Thema war. Weder als Argument für eine gesetzliche Liberalisierung – gesellschaftliche Verantwortung ist ja angeblich in der DNA der österreichischen Unternehmen eingebettet – noch als wichtiges Handlungsfeld, um Vertrauen zu stärken und den neuen Freiraum in einen Gewinn für alle zu transformieren.

© corporAID Magazin Nr. 77

 

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