Kommentar

Huanyíng ...

06/2018 - von Katharina Kainz-Traxler


Katharina
Kainz-Traxler

ICEP

... ist das chinesische Wort für „Willkommen“ und wird wohl bald Standardbegrüßung eines jeden Rezeptionisten sein. Denn es spricht viel dafür, dass chinesische Touristen die globale Reiselandschaft künftig stark beeinflussen werden. Von diesem Trend erhoffen sich auch Entwicklungsregionen neue Impulse. Zum Beispiel in Afrika. Der Kontinent lockt heute erst 62 Millionen der jährlich 1,3 Milliarden internationalen Touristen an. Daher wünschen sich afrikanische Länder immer öfter, dass China bei ihnen nicht nur Schienen verlegt und Häfen errichtet, sondern auch Urlaub macht.

„Das Geld aus dem Fremdenverkehr wäre wichtig zur Armutsbekämpfung“, meint etwa Simbabwes Tourismusminister. Sein Land erleichtert Touristen aus China ab 1. Juli die Einreise, wie es zuvor auch schon Tansania, Tunesien oder Ägypten getan haben. Ein vereinfachtes Visaprozedere ist sicher ein wichtiger Schritt. Noch entscheidender ist es, eine starke Tourismusindustrie mit positiverem Afrikabild aufzubauen. Und die würde wiederum nicht nur Gäste aus China anlocken.

© corporAID Magazin Nr. 76

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