Kommentar

Perspektiven

06/2018 - von Sophie Langer-Hansel, ICEP


Sophie
Langer-Hansel

Am 1. Juli übernimmt Österreich unter dem Motto „Ein Europa, das schützt“ den EU-Ratsvorsitz. Laut EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani ist für die Zukunft Europas auch eines entscheidend: Afrika. Der Italiener ruft dazu auf, mehr in den Kontinent zu investieren – das würde auch zur Lösung der Migrationsfrage beitragen –, und fordert daher einen entsprechenden Schwerpunkt des österreichischen Vorsitzes. Ob Tajanis Aufruf tatsächlich Gehör finden wird, ist noch offen. Klar ist: Für neue Perspektiven in Afrika wird Europa an Investitionen in die Schaffung von stabilen Rahmenbedingungen und wirtschaftsfördernden Strukturen nicht vorbeikommen. Auch abseits der Migrationsfrage liegt eine engere Zusammenarbeit mit Afrika in unserem eigenen Interesse. Denn diese eröffnet europäischen Unternehmen neue Marktchancen: Mit ihrem Know-how, ihren Produkten und Technologien können sie zu nachhaltiger Energieversorgung, moderner Infrastruktur und smarter Stadtentwicklung beitragen – und damit vor Ort Einkommen und ein lebenswertes Umfeld schaffen.

© corporAID Magazin Nr. 76

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