Kurzmeldung

Zollfreies Afrika

04/2018 - Hochrangige Vertreter von 44 afrikanischen Staaten haben nach zweijährigen Verhandlungen bei einem Gipfeltreffen in Kigali eine Vereinbarung über ein gesamt­afrikanisches Freihandelsabkommen CFTA unterzeichnet.


1,2 Mrd. Afrikaner könnten von dem neuen Freihandels­abkommen profitieren. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (2. v. r.) ist aber noch skeptisch.

Das Abkommen sieht vor, dass innerhalb von zehn Jahren mehr als 90 Prozent aller Waren von Zöllen befreit werden. Damit soll der innerafrikanische Handel, der aktuell nur 15 Prozent des afrikanischen Handelsvolumens ausmacht, bis 2030 um mehr als die Hälfte zunehmen. Zurzeit ist es für viele afrikanische Unternehmen einfacher, ihre Produkte außerhalb des Kontinents statt in andere afrikanische Länder zu exportieren. Elf afrikanische Länder haben jedoch, zumindest vorerst, auf eine Unterschrift verzichtet, unter ihnen auch die beiden größten Volkswirtschaften des Kontinents, Südafrika und Nigeria. Sie befürchten Nachteile für die heimischen Märkte. Das Gros der Staaten sieht im Abkommen hingegen einen Meilenstein der panafrikanischen Zusammenarbeit.

@ corporAID Magazin Nr. 75

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