Gastkommentar

Gesellschaftliche Verantwortung als Treiber von Innovation

04/2018 - Prof. Reinhard Altenburger kann vor allem Familienbetrieben eine hohe Innovationskraft attestieren.


Reinhard Altenburger, Professor für Strategisches Management, CSR und Nachhaltigkeit an der IMC Fachhochschule Krems

Die Steigerung von Energieeffizienz, die Vermeidung von Schadstoffen in Produkten oder auch die Stärkung regionaler Netzwerke stellen für viele kleine und mittlere Unternehmen eine Herausforderung dar, sind aber auch eine große Chance im Wettbewerb. Dabei bietet die praktische Auseinandersetzung mit den Werten, für die das Unternehmen langfristig steht – wie Regionalität oder der wertschätzende Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten –, zahlreiche Möglichkeiten für Produkt- und Prozessinnovationen.

Ein von uns durchgeführtes Forschungsprojekt hat kürzlich die Bedeutung von gesellschaftlicher Verantwortung für Innovationsprozesse in KMU untersucht. Dabei zeigte sich, dass besonders Familienunternehmen oftmals Pioniere nachhaltiger Innovationen sind. Die Richtung des Innovationsprozesses ist dabei meist stark an die oft von den Eigentümern festgelegten, häufig über mehrere Generationen getragenen Unternehmenswerte gebunden und orientiert sich weniger an kurzfristigen Überlegungen. Das führt nicht nur zu Differenzierung im Wettbewerb und damit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens, sondern leistet oftmals auch einen wertvollen Beitrag für die gesamte Gesellschaft.

© corporAID Magazin Nr. 75
Foto: IMC Krems

 

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