Interview

Merry Business

12/2017 - Klaus Mark, CEO von MK Illumination, über die Branche der Festbeleuchtung und Zukunftsmärkte.

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Klaus Mark (rechts)
ist Gründer und CEO von MK Illumination, das er mit seiner Frau Marie und seinem Bruder Thomas führt.

corporAID:Sie haben heuer ein Rekordjahr hingelegt, was treibt die positive Entwicklung an?

Mark: Festliche Beleuchtung ist weltweit gefragt: Der Markt dafür wächst, weil Feste von Weihnachten bis Eid al-Fitr nicht mehr nur in den ursprünglichen Kulturen gefeiert werden. In Kairo haben wir heuer ein Shoppingcenter für Halloween dekoriert, wir inszenieren das Chinesische Neue Jahr in Sydney und im Taikoo Li in Beijing, einem der Top-Shoppingcenter Chinas, steht heuer ein von uns kreierter riesiger, interaktiver Weihnachtsbaum. Einkaufszentren und Städte haben erkannt, dass sie durch Lichtinstallationen Atmosphäre schaffen und Besucher anziehen können. Unsere Stärke ist es, innovative Konzepte zu erstellen, selbst zu produzieren und zu installieren. Hier sind wir Weltmarktführer.

Welche Märkte sind für Sie interessant?

Mark: Unser wichtigster Markt ist Europa, wo wir Weihnachtsbeleuchtung von Norwegen bis Süditalien machen und organisch wachsen. Auch Kanada wird für uns immer wichtiger. Trends wie Urbanisierung, Erlebnismarketing im Shoppingbereich und die Globalisierung der Feste bieten uns aber rund um die Welt laufend neue Möglichkeiten. Von Istanbul aus betreuen wir etwa den GUS-Raum, die Vereinigten Arabischen Emirate und neuerdings den Iran. Wir sind seit kurzem in Mexiko mit eigener Produktion und bauen von dort den Markt für Mittel- und Nordamerika sowie die Karibik auf. In Asien sind wir bereits stark, weil wir in der Lage sind, jedes Jahr Neues, noch Spektakuläreres zu bieten. Seit 2016 haben wir zudem eine Produktion für Fiberglas auf den Philippinen. Von dort wollen wir neue Märkte wie Vietnam, Laos und Kambodscha bearbeiten. In Südafrika sind wir schon lange im Retailbereich, aber auch auf öffentlichen Plätzen aktiv. Südafrikanische Projektentwickler laden uns immer wieder ein, auch bei ihren Auslandsgeschäften in Nigeria oder Sambia Beleuchtungsprojekte umzusetzen. Solche exotischen Märkte bringen uns heute schon fast ein Fünftel der Umsätze.

Wo liegen die Herausforderungen?

Mark: Wir wollen mit Qualität punkten. Es braucht allerdings Zeit, die Kunden zu sensibilisieren, dass unsere Produkte anfangs mehr kosten als die der Konkurrenz, langfristig aber wirtschaftlicher und umweltfreundlicher sind. Herausfordernd ist auch, dass wir in einem kurzem Zeitraum, nämlich drei Wochen im November, rund 2.000 Projekte weltweit installieren, das ist ein enges Zeitfenster. Aber es macht großen Spaß!

Vielen Dank für das Gespräch!

© corporAID Magazin Nr. 73
Das Gespräch führte Katharina Kainz-Traxler

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