Kommentar

Rückbesinnung

12/2017 - von Melanie Pölzinger


Melanie Pölzinger
ICEP

In den Medien wird der weltweite Erfolg der österreichischen Ingenieurskunst gerne in Form von Prestigeprojekten und Superlativen porträtiert. Für gute Geschäfte in Schwellen- und Entwicklungsländern brauchen Unternehmen allerdings oft weniger Hochtrabendes: Gefragt ist nicht vordergründig technische Raffinesse und Hochtechnologie, sondern vielmehr Qualität und Robustheit zum leistbaren Preis. Während einige Vorreiter in der Wirtschaft das bereits erkannt haben, verschläft die Politik das Thema leider noch weitgehend. Um der wachsenden „frugalen“ Nachfrage in neuen Märkten künftig besser begegnen zu können, braucht es eine Rückbesinnung auf die tatsächlichen Marktbedürfnisse – nicht nur in der Forschung und Produktentwicklung in den Unternehmen selbst, sondern auch in Sachen Innovations- und Forschungsförderungspolitik. Inspiration dafür findet man – wie so oft, wenn es um die Schaffung zukunftsorientierter Rahmenbedingungen geht – in Finnland oder Schweden. Hier darf sich die neue Bundesregierung gerne etwas abschauen.

© corporAID Magazin Nr. 73
Foto: Mihai M. Mitrea

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