Kurzmeldung

Positiver Langfrist-Trend

10/2017 - Der Welthungerindex unterstreicht die verheerende Wirkung bewaffneter Konflikte.


Weiter Weg Weltweit sind 815 Millionen Menschen von Hunger betroffen – bis 2030 will die Weltgemeinschaft das Ziel „Zero Hunger“erreichen.

Auf den ersten Blick hat der aktuelle Welthunger-Index WHI Positives zu vermelden: Demnach sind die Hunger- und Unterernährungswerte gegenüber dem Jahr 2000 um 27 Prozent gesunken. Allerdings sind die Fortschritte ungleich verteilt, und als größter Hungertreiber gelten nach wie vor bewaffnete Konflikte, wie Bärbel Dieckman, Präsidentin der Welthungerhilfe, am Beispiel Nigeria zeigt: „Im Süden Nigerias leben 175 Millionen Menschen einigermaßen gut, dagegen sind 4,5 Millionen Menschen im Norden Nigerias durch den Boko Haram-Konflikt ganz stark von Hunger gefährdet.“

Für den aktuellen WHI wurden Daten aus 119 Länder analysiert: In der Zentralafrikanischen Republik wird die Situation als „gravierend“ eingestuft, der Jemen, Liberia, Madagaskar, Sambia, Sierra Leone, Sudan und der Tschad lieferten ebenfalls besorgniserregende Daten. Länder wie Somalia, Südsudan und Syrien konnten aufgrund unzureichender Daten im Index 2017 gar nicht erst berücksichtigt werden.

© corporAID Magazin Nr. 72
Foto: Dominic Chavez/World Bank

 

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