Kommentar

Klarheit

10/2017 - von Gudrun Zimmerl


Gudrun Zimmerl
ICEP

Die vor zwei Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedeten Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung SDG liefern wichtige Anhaltspunkte für eine strategische Herangehensweise an die weltweit drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Für Unternehmen sind sie ein wertvoller Orientierungsrahmen, der dazu dient, sich die Wirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die SDG bewusst zu machen – Risikoprofile können dadurch gesenkt und neue Wachstumschancen identifiziert werden. Ziele, nach denen Unternehmen berichten sollen oder müssen, sind die SDG zumindest vordergründig nicht. Denn es ist kein Unternehmensziel, à la Vollbeschäftigung menschenwürdige Arbeit für alle zu schaffen oder den Zugang zu hochwertiger Bildung zu gewährleisten – obwohl erfolgreiche und verantwortungsvolle Unternehmen letztlich genau das tun. Aber, und hier sollte Klarheit herrschen, sie tragen mittelbar zur Erreichung dieser Ziele bei. In diesem Sinne können und sollen sie ihre Beiträge zu den SDG sichtbar machen – alles andere wäre kontraproduktiv.

© corporAID Magazin Nr. 72

 

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