Interview

Innovationstool

10/2017 - Für Caroline Masabo vom Lab of Tomorrow steht das gemeinsame Problemlösen im Vordergrund.

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Caroline Masabo
Lab of Tomorrow

corporAID: Wie entstehen die Themen für die Lab of Tomorrow Challenges?

Masabo: Die Idee für eine Lab of Tomorrow-Challenge kann sowohl von Unternehmensseite als auch von einem lokalen GIZ-Büro kommen. Wenn ein Unternehmen uns kontaktiert und beispielsweise etwas zur Recyclingwirtschaft in Uganda entwickeln möchte, suchen wir auf GIZ-Seite nach Projekten im jeweiligen Land, die zu diesem Thema arbeiten und aktives Interesse an einem solchen Innovationsprozess und Privatsektorkooperationen haben. Genauso gut kann es aber auch umgekehrt von statten gehen. Voraussetzung für das Zustandekommen ist in jedem Fall aber nicht nur das Interesse der Unternehmen, sondern vor allem auch das der GIZ-Landesbüros.

Welchen Mehrwert hat die Teilnahme an einem solchen Lab für Unternehmen?

Masabo: Zum einen besteht der Mehrwert im Kontakt zu Stakeholdern und Experten aus den Partnerländern, dadurch kommt man wirklich nah an den Kern des Problems heran und entwickelt während dieser drei Tage Ideen, die ohne dieses Netzwerk wohl nicht zustande kommen würden. Zum anderen fangen wir mit unserem Begleitprozess ein Stück weit Risiken ab, damit insbesondere mittelständische Unternehmen mit praktischen Lösungen in solche Märkte eintreten können, selbst wenn sie den Kontext bisher nicht kannten und noch kein Netzwerk vor Ort haben.

Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg eines Lab of Tomorrow?

Masabo: Was gut funktioniert, sind Labs, in denen es um Absatz- und Produktionsmärkte geht. Hier verstehen Unternehmen schnell den Sinn hinter dem Konzept, Entwicklungszusammenarbeit und Markterschließung zusammenzubringen. Schwieriger ist das bei Themen, in denen es um die Organisation von Lieferketten geht. Hier braucht es mehr Vorlaufzeit, um Firmen den unternehmerischen Mehrwert klar zu machen und sie für ein Engagement zu gewinnen. Auch was die Länder betrifft, sind natürlich Märkte wie Ostafrika oder Asien, die eine gewisse Stabilität und Größe haben und in denen dementsprechend auch das Unternehmensinteresse schon da ist, momentan noch stärker im Fokus. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht in Zukunft auch mit weniger entwickelten Märkten beschäftigen wollen!

Vielen Dank für das Gespräch!

Mehr Informationen zum Lab of Tomorrow unter:
www.lab-of-tomorrow.com


© corporAID Magazin Nr. 72
Das Gespräch führte Melanie Pölzinger.

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