Kommentar

Schmeckt‘s noch?

08/2017 - von Katharina Kainz-Traxler


Katharina
Kainz-Traxler

ICEP

Kann man eigentlich noch unbeschwert in eine Wurstsemmel beißen? Ja, aber nur, wenn man den täglichen Schwall an verstörenden Informationen zum Thema Ernährung ausblendet. Da wäre einmal der gesundheitliche Aspekt: Die Semmel führt vermutlich zur „Weizenwampe“, der Verzehr von zu viel Fleisch scheint das Krebsrisiko zu erhöhen. Dann gibt‘s da noch die Frage, ob Fleischkonsum ethisch überhaupt vertretbar ist, brutale Bilder von Massentierhaltung und Schlachthöfen lassen sich ja nicht immer erfolgreich ignorieren. Und war da nicht auch ein Zusammenhang zwischen Klimawandel und dem Genuss tierischer Lebensmittel? Sie wissen ja, die Sache mit den Methan-flatulierenden Kühen und dem enormen Bedarf an Soja als Futtermittel, für das indirekt Regenwälder abgeholzt werden. Dazu kommt, dass man von all dem Zeug auch noch viel zu viel kauft und dann statistisch betrachtet ein Viertel ungeöffnet wegwirft und vermutlich ein weiteres Viertel direkt in Bauch-Bein-Po investiert. Wie hieß es schon bei Johann Strauss: Glücklich is(s)t, wer vergisst.


© corporAID Magazin Nr. 71

 

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