Die aktuelle Zahl

Blumen mit Jetlag

02/2017 - In der globalen Schnittblumenbranche spielen vier Länder in Afrika und Südamerika eine immer größere Rolle.


Mrd. Dollar beträgt der Wert der globalen Blumenproduktion.

Die Flughäfen Amsterdam Schiphol und Miami haben eines gemeinsam. Sie sind die wichtigsten Umschlagplätze des globalen Blumenbusiness. Und in ihren riesigen Logistikhallen dominiert wiederum eine Blume: die Rose. Sie ist nicht nur besonders beliebt, sondern obendrein robust genug, um auf zehn Grad heruntergekühlt lange Reisen unbeschadet zu überleben.

Für Anbauländer wie Kenia, Äthiopien, Ecuador oder Kolumbien sind Schnittblumen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Allein die 170 kenianischen Farmen setzen laut Kenya Flower Council jährlich an die 560 Mio. Euro um und sorgen für 600.000 direkte und indirekte Jobs. Beim Nachbarn Äthiopien sind durch staatliche Anreize binnen weniger Jahre mehr als 80 Farmen entstanden. Während Ostafrika heute Europas Handel beliefert, hat Südamerika traditionell die USA und Russland im Griff.



Die Niederlande
sind nach wie vor wichtigster Produzent und Knotenpunkt
im weltweiten Schnittblumenhandel. Wachstum verzeichnen allerdings vier Länder aus Afrika und Südamerika.

Ein paar Trends: Kolumbiens Blumenindustrie setzt verstärkt auf Vielfalt, etwa Chrysanthemen und Nelken, die zudem immer öfter per billigerem Frachtschiff geliefert werden. Und neue Käufer erscheinen auf dem Radar der Flughäfen: Über Miami sollen südamerikanische Blumen künftig nach Indien und China fliegen, Amsterdam will Mittler zwischen Afrika, China und Japan werden.

© corporAID Magazin Nr. 68
Text: Katharina Kainz-Traxler

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