Kommentar

Zucchinikrise

02/2017 - von Melanie Pölzinger


Melanie Pölzinger
ICEP

Wer in letzter Zeit eine frische Gemüsepfanne zubereiten wollte, stand im Supermarkt entweder vor spärlich bestückten Regalen oder mit großen Augen vor den zugehörigen Preisschildern. Der harte Winter in Südeuropa hat zu Knappheit bei Zucchini, Brokkoli und Co und den Gemüseaffinen unter uns vor Augen geführt, dass – wie in diesem Fall – eine geringe Diversifizierung bei Beschaffungsmärkten einen unmittelbaren Einfluss auf die heimische Produktvielfalt hat. Entspannung an der Brokkolifront ist kurzfristig nicht in Sicht, Importeure müssen sich also nach neuen Quellen umschauen. Für eine saisonal unabhängige Verfügbarkeit von Gemüse gewinnen dabei Herkunftsländer wie Marokko oder Äthiopien an Bedeutung. Europäische Importförderprogramme haben das Potenzial von fernen Beschaffungsmärkten längst erkannt und verknüpfen in ausgewählten Produktsparten suchende Importeure mit qualifizierten Produzenten in Schwellen- und Entwicklungsländern. Und davon profitieren nicht nur Endverbraucher in Europa, sondern auch die Menschen vor Ort.

© corporAID Magazin Nr. 68
Foto: Mihai M. Mitrea

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