Kommentar

Unter Zwang

11/2016 - von Katharina Kainz-Traxler


Katharina
Kainz-Traxler

ICEP

Offensichtlich braucht es Masse für Bewegung: Seitdem die Flüchtlingszahlen in Europa sprunghaft angestiegen sind, wird viel stärker über Dinge diskutiert, die sich lange ganz gut ignorieren ließen: über leistbares Wohnen und die Finanzierbarkeit von Sozialsystemen, über den Unterschied zwischen Asyl und Einwanderung, über Integration und Assimilation. Selbst über die Frage, welche Aufgaben die EU eigentlich hat, gibt‘s fortwährend heftige Debatten. Zu der längst notwendigen Reflexion nach innen kommt nun auch die Erkenntnis, dass Europa über seine Beziehung zu Afrika viel stärker nachdenken muss. Schon aus Eigeninteresse, denn: Eine nachteilige Entwicklung des Nachbars hat auch ganz unmittelbar Auswirkungen auf Europa selbst. Dass Afrika nun „eine strategisch hochwichtige Frage“ für Angela Merkel darstellt, der Kontinent zu einem Kernthema der baldigen deutschen G20-Präsidentschaft wird, dass über Global Marshall-Pläne und wirtschaftliche Entwicklung gesprochen wird, all das war eigentlich längst überfällig. Und ist Resultat einer Massenbewegung.


© corporAID Magazin Nr. 66

 

Kommentare

 
 

 
Suche:  
Aktuelle Artikel

Großes Interview: Technologie für eine nachhaltigere Welt

Kommentar: Mehr Präzision

Gastkommentar: Ganzheitliches Compliance Managementsystem

Termine

4./5.5.2017 Wirtschaftsgespräche: Wirtschaft und Religion

9.5.2017 corporAID Multilogue in Linz: Globale Verantwortung

17.5.2017 corporAID Multilogue: Doing Business in Africa

Sie sind zurzeit nicht angemeldet.
» Anmelden » Registrieren » Passwort vergessen

Österreichische Unternehmen unterstützen corporAID
http://corporate.coke.at