Gastkommentar

OECD-Leitsätze und Globale Ziele

11/2016 - Roel Nieuwenkamp über den potenziellen Impact von Unternehmen.


Roel Nieuwenkamp ist Vorsitzender der OECD-Arbeitsgruppe für Responsible Business Conduct.

Heuer feiern wir das 40-jährige Bestehen der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, den weltweit führenden Standard für verantwortungsvolle Geschäftspraktiken oder – wie ich gerne sage – die „Großmutter aller CSR-Standards“. Die OECD-Leitsätze enthalten Empfehlungen zur Verantwortung von Unternehmen in Bereichen wie Arbeits- und Menschenrechte, Umwelt und Korruption. Ein einzigartiges Element ist der integrierte Beschwerdemechanismus, der es Stakeholdern ermöglicht, Beschwerden an Nationale Kontaktpunkte zu erheben. Bisher wurden mehr als 360 Fälle zu Geschäftspraktiken in über 100 Ländern abgewickelt, rund die Hälfte führte zu einer Einigung zwischen den Parteien.

Seit 2011 beziehen sich die OECD-Leitsätze auf die Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette, womit sie auch ein perfektes Instrument sind, um den Beitrag von Unternehmen zu den Globalen Zielen für Nachhaltige Entwicklung zu steigern. Klar ist: Würden alle multinationalen Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten in Entwicklungsländern tatsächlich nachhaltig gestalten, stellten die damit verbundenen positiven Auswirkungen den Impakt der Entwicklungszusammenarbeit in den Schatten.

© corporAID Magazin Nr. 66

 

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