Trigos Österreich

Umweltschutz gewinnt

06/2016 - Mit dem österreichischen Nachhaltigkeitspreis Trigos wurden bei der Gala im Juni 2016 drei Unternehmen, zwei Partnerschaften sowie mit Magdas Hotel ein bereits international bekanntes Sozialunternehmen ausgezeichnet.

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Die Gewinner des Trigos 2016




Ansteckender Jubel
Freudensprünge bei Trigos-Preisträger Makava.

Der einzige Spielverderber der Trigos-Galanacht 2016 war der Fußball: nämlich das verlorene EM-Spiel Österreich gegen Ungarn, das die rund 400 geladenen Gäste in der Mensa der Wirtschaftsuniversität Wien am 13. Mai noch vor Beginn des eigentlichen Events am Großbildschirm mitverfolgen konnten. Damit war dem Abend unverhofft eine Basis der Hochstimmung genommen, die Niederlage des österreichischen Fußballteams war aber möglicherweise dazu geeignet, den Blick für Austro-Stärken im nachhaltigen Wirtschaften freizubekommen. Und davon würde in den kommenden Stunden einiges zu sehen sein, kündigte Ursula Simacek, Präsidentin der Unternehmensplattform respACT, dem Organisator des Trigos, in ihrer Begrüßung an.

Einblicke in das nachhaltige Engagement heimischer Betriebe eröffneten dann Kurzpräsentationen der 29 nominierten Unternehmen, die alle die zweistufige Prüfung durch die Trigos-Jury – ein Gremium aus Vertretern der Trägerorganisationen und externen Experten – positiv bestanden hatten. Wie in den vergangenen Jahren bewertete die Jury die gesellschaftliche Verantwortung im Kerngeschäft und speziell in den Bereichen Arbeitsplatz, Umwelt und Gesellschaft nach ihrer Wirkung.

Der Trigos ist Österreichs führende Auszeichnung für Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit ganzheitlich umsetzen, und wird seit 2004 jährlich verliehen. Seit einigen Jahren wird der österreichweite Preis durch eigene Bundesländer-Wettbewerbe ergänzt, heuer in Tirol und Kärnten, zuletzt 2015 in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark. Ein europaweit einzigartiges Merkmal des Trigos ist die breite Trägerschaft, die von Caritas und Rotes Kreuz über Umweltdachverband, GLOBAL 2000 und Diakonie bis zu Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer reicht.


Die Trophäen, stammten wie jedes Jahr aus der Manufaktur des Sozialunternehmens Gabarage Upcycling Design.

Mehr Überzeugungsarbeit Unter großem Applaus wurden schließlich die Preisträger verkündet: je ein Klein-, Mittel- und Großunternehmen, dazu zwei Partnerschaften zwischen Firmen und NGO – erstmals mit ausdrücklicher Unterscheidung von internationalem und nationalem Engagement – sowie ein Sozialunternehmen (Details siehe Kasten rechts). Auffallend am diesjährigen Ergebnis: die starke Betonung des Umweltschutzes sowie die wachsende Beteiligung von Sozialunternehmen.

Weshalb nach einem Rekord von knapp 190 Einreichungen im Vorjahr heuer nur 126 Bewerbungen eingingen, erklärt Cornelia Forsthuber vom Trigos-Büro aus dem unterschiedlichen Rhythmus der regionalen Trigosverleihungen: Dem Österreich-Trigos fehlte dieses Jahr die Zufütterung aus den lokalen Einreichungen in den großen Bundesländern. Eine weitere Ursache sieht Forsthuber in dem immer noch überschaubaren Kreis jener Unternehmen, die sich unter der Überschrift gesellschaftliche Verantwortung mit den entsprechenden Themen auseinandersetzen: „Es gibt zahlreiche Unternehmen, die wir noch überzeugen müssen, dass das, was sie tun, Trigos-Reife hat.“

© corporAID Magazin Nr. 64
Text: Ursula Weber
Fotos: Richard Tanzer Fotographie

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