Gastkommentar

Creating Shared Value Plus

06/2016 - Für Markus Scholz greift der Shared Value Ansatz, wie er bisher umgesetzt wird, zu kurz.


Markus Scholz leitet das Center for Corporate Governance & Business Ethics an der FH Wien der WKW.

Der von Michael Porter und Mark Kramer 2011 veröffentlichte Creating Shared Value-Ansatz hat die Debatte um den unternehmerischen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen tatkräftig unterstützt. Unternehmen, so der Ansatz, können ihre Profitinteressen befriedigen und gleichzeitig und komplementär Werte für die Gesellschaft generieren, wenn sie aktiv gesellschaftliche und ökologische Bedürfnisse adressieren. Dazu gibt es drei Werkzeuge: Die Neuorientierung der Produkte und Dienstleistungen an gesellschaftlichen und ökologischen Bedürfnissen; die konsequente Überprüfung und Umstrukturierung der Wertschöpfungskette hinsichtlich ökologischer und gesellschaftlicher Themen; sowie ein aktives Engagement in Clustern zur Stärkung der eigenen Position und zur Generierung eines gesellschaftlichen Mehrwerts.

Von Unternehmen mit großem Interesse aufgenommen und umgesetzt, wird Shared Value häufig als Green Washing-Versuch kritisiert. Das Manko: Viele unternehmensethische Fragen bleiben unberücksichtigt. Das Postulat eines ganzheitlichen strategischen Framework kann der Creating Shared Value-Ansatz nur erfüllen, wenn er um ein Norm-Taking und ein Norm-Making Modul ergänzt wird.


© corporAID Magazin Nr. 64

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