Kurzmeldung

Wenn Fördern schadet

02/2016 - Ein gemischtes Bild ergibt sich in Österreich bei Subventionen und Steuerbegünstigungen für Energie und Verkehr, so das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO im Auftrag des Klima- und Energiefonds.


Kontraproduktiv: Die Mineralölsteuer-vergünstigung führte zu einem Boom bei Dieselautos – auf Kosten der Umwelt.

Förderungen zählen zu den beliebtesten staatlichen Lenkungsinstrumenten, um erwünschte Verhaltensweisen zu stützen. Sie können andere Ziele aber konterkarieren. Ein derart gemischtes Bild ergibt sich in Österreich bei Subventionen und Steuerbegünstigungen für Energie und Verkehr, so das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO im Auftrag des Klima- und Energiefonds. Die umweltschädigenden Förderungen – genannt sind etwa die Dieselsteuerbegünstigung, Pendlerförderung, pauschale Dienstwagenbesteuerungen oder die Energiesteuer-Befreiung der Stromerzeugung – werden darin mit bis zu 4,7 Mrd. Euro jährlich beziffert. Bei der Präsentation der Studie Mitte Februar appellierte WIFO-Chef Karl Aiginger an die Politik: Durch derartige Förderungen würden umweltschonendere Produktions- und Konsummuster verhindert, Alternativen und die Behebung von Umweltschäden verteuert und Chancen zur Entwicklung neuer exportfähiger Technologien in Österreich verpasst.

© corporAID Magazin Nr. 62
Fotos: Pixabay

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